In den „frivolen Neunzigern“ des letzten Jahrhunderts – lange bevor jemand von LYCRA auch nur träumte – hieß die Mode: Volants.Mit solchen Badekostümen ließ es sich herrlich am Strand flanieren – Schwimmen oder Sonnen war weniger gut möglich.

In den „Roaring Twenties“ zeigte man zum ersten Mal Figur im Wollgestrickten. Der sah süß aus, wenn er trocken war – Wasser machte ihn schwer und schlabbrig. Schwere Stoffe mit Gummi – eine Erfindung der 40er Jahre - brachten wenig Verbesserung. Sie vertrugen kein Salzwasser und verloren schnell ihre Form.

Die Revolution, Phase 1, kam Anfang der 60er: Du Pont erfand LYCRA, die Elasthanfaser. Die Stoffhersteller kombinierten LYCRA mit Nylon (einer anderen Du Pont-Erfindung) und schufen zum ersten Mal ein Material, das leicht war, schnell trocknete und für perfekte Passform sorgte. In der freien Welt der 60er und 70er Jahre wurde der Badeanzug immer kleiner – die Möglichkeiten für Designer waren relativ begrenzt. Anfang der 80er – der Einteiler war zum Comeback – ermutigte Du Pont die Stoffhersteller, ein breites Spektrum von Trikots mit LYCRA anzubieten: matt, glänzend oder satinähnlich – uni, bedruckt oder metallisierend – circe und sogar in „Bubble“ – Optik.

Die Designer reagierten mit kreativer neuer Bademode. Mitte der 80er schwang das Pendel endgültig zur anderen Seite: vom Zweiteiler zum Einteiler und einer neuen Mode-Ära.

Dank LYCRA sahen die neuen Modelle nicht nur gut aus, sondern waren leicht und angenehm zu tragen. So begann die Phase 2 der Revolution. Die 15- bis 35jährigen kauften als Trendsetter den neuen Einteiler in Massen. Und: Sie nutzen ihn auf der Weise – als Badeanzug, Body Suit oder sogar Leotard. Heute, mit dem großen Mode-Trend zum Einteiler und der besonderen Bedeutung der Passform, ist LYCRA mehr denn je die ideale Faser für Bademoden.

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